Seit Anfang der neunziger Jahre verlangt die Europäische Union von Kraftfahrzeugen immer stärkere Senkungen bei den Schadstoffemissionen. Nachdem die ersten Stufen der gültigen Grenzwerte noch mehr oder weniger problemlos mit Verbesserungen und Innovationen im Motor und optimierter Einspritztechnologie erreicht werden konnten, sind die aktuellen Richtlinien insbesondere bei Nutzfahrzeugen inzwischen nur noch durch zusätzliche Abgasnachbehandlung zu erreichen.
Angesichts der nun in 2009 anstehenden Euro-5-Norm haben sich fast alle europäischen Hersteller von Nutzfahrzeugen der so genannten „Selective Catalytic Reduction" (SCR) verschrieben. Hierbei wird eine als „AdBlue" bezeichnete Harnstofflösung aus einem separaten Tank in den Abgasweg zugeführt, um dort Stickoxide in Stickstoff und Wasser umzuwandeln.
Vorreiter dieser Anwendung ist die SCR-Diesel-Technologie „Bluetec ®" für schwere Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz. Hier wird einem Katalysator, der die NOx-Werte verringert aus einem separaten Tank der Zusatzstoff AdBlue, eine wässrige Harnstofflösung, zugeführt.
Diese chemisch ungiftige Lösung hilft, die gefährlichen Stickoxide in harmlose Substanzen (Stickstoff und Wasser) umzuwandeln. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen ist es erstmals gelungen, mehrere Anforderungen in einem System gleichzeitig zu realisieren. Neben dem verringerten Schadstoffausstoß lässt sich durch die neue Technologie auch der Kraftstoffverbrauch reduzieren – ohne dabei die Motorleistung negativ zu beeinflussen. Die zusätzlichen Einsparungen durch die Erfüllung der Euro-5-Norm (insbesondere günstigere Steuern und eine reduzierte Autobahn-Maut) sind weitere Faktoren, die das System für die Betreiber von entsprechenden Nutzfahrzeugen rentabel machen.
Die PRETTL GmbH Magnet- und Schaltertechnik und die Protech GmbH in Pfullingen beschäftigen sich bereits seit längerem mit dem Thema Abgasnachbehandlung.
So ist man heute nicht nur Serienlieferant für eine Komponente des aktuellen Denoxtronix-Systems von Bosch, das in entsprechenden Systemen von mehreren Nutzfahrzeugherstellern zum Einsatz kommt, sondern betreibt auch Konzeptentwicklung für weitere Komponenten (z.B. Förderpumpen) und Einsatzmöglichkeiten, insbesondere im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und PKW.